Praxis für Psychotherapie

Heilpraktikerin eingeschränkt für Psychotherapie

Psychotherapeutische Begleitung pflegender Angehöriger

akut, chronisch, bzw. langzeiterkrankter Menschen

Als Angehörige möchte ich alle diejenigen Personen bezeichnen, die sich in einer vertrauten, häufig auch verpflichtenden Nähe zum Patienten befinden und somit neben Familienangehörigen auch Lebensgefährten und Freunde sein können.

Akut auftretende Krankheit oder der Tod sind ausgesprochene Familiennotfälle, die jedes Familiensystem, das gesamte gewohnte Leben der Angehörigen aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Pflegt und begleitet man den schwerkranken Partner oder die Eltern, sieht man die eigene Zeit verrinnen, ehemals geschmiedete Pläne lösen sich in Nichts auf. Pflegende Ehepartner, pflegende Töchter und Söhne kommen oft wochenlang kaum mehr aus dem Haus. Wen wundert es, wenn es zu Wut, Aggression, Verzweiflung gegen sich selbst und andere (die sorglos ihr Leben weiter leben) und häufig auch gegen den pflegebedürftigen Menschen selbst kommt? Gleichzeitig werden sie aber von tiefen Schuldgefühlen geplagt: Der kranke pflegebedürftige Mensch kann ja nichts dafür....

Zu Wut und Verzweiflung gesellt sich die Angst: Was wird noch alles auf uns zukommen? Wird der Kranke sehr leiden müssen, wird er große Schmerzen haben? Die Angst auch vor dem Verlust: Ich werde nicht nur den Partner verlieren, ich werde alles verlieren, nichts wird mehr so sein wie vorher.

Oder die Angst vor dem Versagen: Kann ich das alles überhaupt? Und davor, wichtiges versäumt zu haben: Hätten wir nicht noch diesen oder jenen Arzt aufsuchen sollen?. Viele Angehörige quälen sich mit dem subjektiven Gefühl, nicht alles getan zu haben.

Lebenspartnern chronisch, bzw. langzeiterkrankten Menschen stellt sich neben oben aufgeführten Problemen oftmals auch die als sehr belastend und nur mit schlechtem Gewissen gestellte Frage: Wieviel eigenes Leben darf ich, darf die restliche Familie noch leben? Darf es trotz schwerer Krankheit eines Familienmitgliedes noch fröhlich zugehen in der Familie?

Dies alles und nicht zuletzt auch das bewusst werden der eigenen Endlichkeit, das bewusst werden, Alles kann schon morgen ganz anders, womöglich gar zu Ende sein, kann zur so großen Belastung werden, daß der Pflegende selbst erkrankt.

Pflegende Familienangehörige, Lebenspartner, Kinder, Freunde bedürfen der Wegbegleitung in einer besonderen Lebenssituation, der psychologischen Hilfe und nicht zuletzt auch der Frage:

Wie geht es Ihnen?

Begleitung körperlich schwer erkrankter Menschen

gegebenenfalls unter Einbezug des Lebenspartners, der Familie, engen Freunden.

Eine schwere Erkrankung kann plötzlich auftreten und das gesamte bisherige Leben verändern, etwa bei Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Erstdiagnose einer HIV-Infektion, etc.. Aber auch anhaltend sein, wie z. B. Herzerkrankungen, positiver HIV-Status, Rheuma, chronische Hauterkrankungen, usw.

Bei akuten wie chronischen schweren Erkrankungen kommt es häufig zu Depressionen, Ängsten, somatoformen Störungen, starken Stimmungsschwankungen, Grübeln, Traurigkeit, Antriebslosigkeit und dem Gefühl der inneren Leere. Es kann zu sozialer Isolation und allgemeinem Rückzug, zu gravierenden Problemen im sozialen Umfeld mit Freunden und Angehörigen und beruflichen, bzw. finanziellen Problemen kommen.

Vielleicht fühlen Sie sich "ausgegrenzt" wegen der Erkrankung, oder haben das Gefühl, sich niemandem zumuten, bzw. anvertrauen zu können. Vielleicht stellt sich auch die Frage, ob man "so" jemals (wieder) einen Partner finden wird.

Ziel der psychotherapeutischen Arbeit ist, bei schweren körperlichen und belastenden chronischen Erkrankungen die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, wieder (Lebens)Mut zu schöpfen, neue, realisierbare Lebensziele zu finden